Ausgerichtet wurde dieser Lehrgang vom Dachverband I. A. F. (International Allstyle Federation of Martial Arts) e. V., TuS Erndtebrück e. V. 

Insgesamt 19 Teilnehmer aus verschiedenen Kampfsportarten trafen sich um 13:00 Uhr in der Pulverwaldhalle. Einige kannten sich schon vom Krav Maga-Seminar, welches im Jahr zuvor von unserer Kampfsportsparte in Allendorf (Eder) ausgerichtet worden war.


Lehrgangsleiter Fredy Metzner, der seinen 9jährigen Sohn mitbrachte, fragte zu Beginn nach gesundheitlichen Einschränkungen und forderte dazu auf, bei jedem Partnerwechsel auf diese hinzuweisen. Nach einer kurzen Aufwärmphase, die gleichzeitig die Reaktion schulte und der Abhärtung diente, lernten die Teilnehmer, auf verschiedene körperliche Angriffe schnell und effektiv zu reagieren.  Die Abwehr gegen Schläge, Würgegriffe, Waffenangriffe (Stock, Messer, Pistole) wurde von Fredy Metzner in eindrucksvoller Weise demonstriert. Anschließend übten die Teilnehmer die Griffe und Hebel unter Einbeziehung der gezeigten Schmerzpunkte. Die zwei weiblichen und 17 männlichen Teilnehmer trainierten mit ständig wechselnden Partnern, um zu lernen sich auf unterschiedliche Gegner einzustellen.

   

Auf das „Schocken“ wurde besonders eingegangen: nicht nur ein Schrei oder ein Tritt bringe den Gegner aus dem Gleichgewicht, auch überraschende Aktionen wie Kneifen oder ähnliches können Angreifer aus dem Konzept bringen. Kampfspiele lockerten die Trainingseinheit etwas auf. So sollten sich die Teilnehmer z. B. aus einer Gruppenmitte von 5 Personen befreien oder sich möglichst schnell den Weg durch eine Menschenmenge bahnen.

 

Zum Schluss konnten die Kampfsportler zeigen, ob sie das Gelernte auch noch in einer Extremsituation beherrschen. Wichtig hierbei war, die Situation richtig einzuschätzen. Freiwillige wurden unter Stress (Lärm, Anstrengung) gesetzt und anschließend auf verschiedene Arten - wie zuvor geübt - angegriffen. Spätestens hier kamen auch die besten Teilnehmer außer Atem, erhielten dafür aber auch viel Applaus. Nach einer kurzen aggressiven Verteidigung sollten sie möglichst schnell wieder defensiv und entspannt sein.

 

Nach fünf anstrengenden Stunden waren sich alle einig, dieser Lehrgang war wieder richtig gut gewesen. Fredy Metzner begrüßte, dass es keine größeren Verletzungen gab. Klaus Bues bedankte sich bei ihm, überreichte ihm einen Pokal und sprach das Schlusswort: Man sollte ruhig öfter mal über den Tellerrand hinweg schauen und Neues lernen.

 

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